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Geistlicher Impuls im Café des Herzens

Pfarrerin Susanne Sydow verantwortet die geistliche Betreuung der Ev. Stadtmission Erfurt. Für die Umzugszeit des "Café des Herzens" hat sie eine Andacht zum Selbstlesen vorbereitet.

Wir freuen uns darauf, wenn dies wieder vor Ort stattfinden kann - ab 1.4. 2026 dann in unseren neuen Räumen in der Schlösserstraße 44:

Bertolt Brecht hat einmal gesagt: Erst kommt das Fressen, dann die Moral und in der Bibel lese ich den Ausspruch von Jesus Christus: der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern auch von Worten die, von Gott kommen. Wir Menschen haben wohl körperliche Bedürfnisse, essen, trinken, ein Dach über dem Kopf aber das reicht nicht aus, wir benötigen mehr, wir benötigen etwas für den Geist, etwas für die Seele, neben essen und trinken, Bekleidung und dem Dach über dem Kopf, brauchen wir freundliche Worte, Gemeinschaft, Zuwendung und auch etwas für unseren Kopf zum Denken, ein Buch, ein Gespräch, eine Fernsehsendung, was immer unser Denken beschäftigen und schulen kann.

Historisch überliefert ist ein Experiment , das im 13. Jahrhundert der römische kaiser Friedrich der II, , dt König von Jerusalem und Sizilien, veranlasste, er war interessiert an Verhaltensforschung und Erkenntnissen über die Natur. Er startete einen Versuch mit Waisenkindern, die körperlich versorgt wurden , mit denen aber niemand sprach und die keine Zuwendung erfuhren. Friedrich der Zweite wollte herausfinden, welche Sprache sie sprechen würden. Ohne jegliche Einwirkung von außen, nur körperlich versorgt, starben die Kinder alle.

Der Mensch lebt nicht vom Brot allein. Die Bibel schenkt uns Worte und Verheißungen, sie schenkt uns Hoffnung und das Versprechen, das Gott uns geleitet und sieht. Damit wir das nicht vergessen, sind manche Bibelworte für uns so wichtig: die diesjährige Jahreslosung zitiert aus dem letzten Buch des NT: Gott sagt, siehe ich mache alles neu. Mir sind die sätze, die davor kommen sehr wichtig: Gott wird abwischen alle Tränen, es wird kein Leid, kein Weinen, keinen Schmerz mehr geben, den Tod wird es nicht mehr geben, denn das Erste ist vergangen und Gott spricht: siehe ich mache alles neu. Ich glaube wir benötigen solche Bilder, weil das Leben manchmal so schwer und so schwer auszuhalten ist. Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeglichen Wort, das aus dem Munde Gottes kommt.